Aktuelles
26.2.2010
IFAT Entsorga trägt neuen Untertitel
Im Zuge der Kooperation mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE) erhält die IFAT Entsorga einen neuen Untertitel und heißt ab sofort auch noch Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft.

„Mit dem neuen Untertitel wird auf einen Blick deutlich, dass die IFAT Entsorga global die wichtigste Informations-, Austausch- und Businessplattform im Bereich Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft ist“, erklärt Eugen Egetenmeir, Geschäftsführer der Messe München. „Außerdem verdeutlicht die neue Bezeichnung Rohstoffwirtschaft die breitere Aufstellung der IFAT Entsorga zusätzlich zu den bereits umfassend vertretenen Bereichen Wasser und Abwasser.“

Mit 2.605 Ausstellern aus 41 Ländern sowie rund 120.000 Fachbesuchern aus 170 Ländern präsentierte sich die IFAT im Jahr 2008. Ab 2010 kooperieren die Messe München und der BDE. In diesem Kontext wird die IFAT zur IFAT Entsorga, Weltleitmesse für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft. Sie findet vom 13. bis 17. September 2010 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.

26.2.2010
Sekundärrohstoffe und Klimaschutz auf der "waste to energy"
Das Recycling von Metallen und Edelmetallen aus Altgeräten bietet große CO2-Einsparungspotenziale. Zu diesem Ergebnis kommt der bvse – Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., Bonn. So lassen sich mit Hilfe von Sekundärrohstoffen beispielsweise pro erzeugter Tonne Kupfer rund 1,2 t zusätzlicher Kohlendioxidausstoß vermeiden. Dies entspricht einer Ersparnis von 41 % gegenüber den Emissionen aus der Primärproduktion.

Die „waste to energy“ Fachmesse und Konferenz für Abfallverwertung, Energierückgewinnung und Materialrecycling am 5. und 6. Mai 2010 in der Messe Bremen nimmt das Spannungsfeld „Sekundärrohstoffe und Klimaschutz“ in den Fokus. Die fünfte Auflage des Treffpunkts für die Ver- und Entsorgungswirtschaft findet mit Unterstützung wichtiger Branchenverbände statt.

Die Recycling- und Entsorgungswirtschaft kann laut bvse bis zu einem Drittel zum EU-Klimaschutz beitragen. In Zahlen entspricht dies einer Einsparung von bis zu 244 Mill. t CO2-Äquivalenten bis zum Jahr 2020. Die Einsparungsmöglichkeiten ergeben sich sowohl aus der Nichtablagerung von Abfällen auf Deponien und der damit verbundenen Vermeidung des Treibhausgases Methan, als auch aus der Aufbereitung von Reststoffströmen. Dadurch werden knappe Ressourcen geschont und zusätzliche Emissionen durch Rohstoffabbau und lange Transportwege verhindert.

Welche Aufbereitungs- und Verwertungsoptionen technisch möglich und wirtschaftlich sinnvoll sind, darüber informiert der Themenschwerpunkt „Sekundärrohstoffe“ in der „waste to energy“-Konferenz. Darüber hinaus berichtet Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse, über die Herausforderungen und Chancen für die Branche, die sich gerade erst von der Wirtschaftskrise erholt. In der Ausstellung präsentieren Maschinen- und Anlagenbauer aus dem In- und Ausland im Sekundärrohstoff-Pavillon neueste Sortier- und Aufbereitungstechnik.

26.2.2010
CDM-Projekte im Bereich Recycling
Das bifa Umweltinstitut (bifa) hat gegenüber dem Klimasekretariat der Vereinten Nationen (UNFCCC) zu einer von der Weltbank eingereichten Methodik zur Durchführung von CDM-Projekten im Bereich Recycling eine Stellungnahme abgegeben. Das UN Klimasekretariat setzt Rahmenbedingungen und Regeln für CDM-Projekte fest und berücksichtigt dabei Vorschläge von Experten zur Verbesserung der Bilanzierungsmethodiken.

Die internationalen Klimaschutzprojekte im Rahmen des Kyoto-Protokolls, CDM Projekte (Clean Development Mechanism), haben in den letzten Jahren als alternative Quelle für Treibhausgasemissionsrechte zunehmend an Bedeutung gewonnen. Für den Bereich Recycling existieren bisher keine international geltenden Richtlinien. Die Weltbank hat daher eine Recycling-Methodik entworfen und als Vorschlag (SSC-NM043) beim UN-Klimasekretariat eingereicht. Mit diesem sollen sich zukünftig Projekte zur Wiederverwertung der Kunststoffe HDPE und LDPE bilanzieren lassen. Der Entwurf stand zur externen Bewertung offen und wird nun auf Basis der eingegangenen Stellungnahmen von den zuständigen Gremien des Klimasekretariates abschließend bewertet.

Der Geschäftsführer des bifa Umweltinstituts, Wolfgang Rommel, begrüßt den Vorstoß der Weltbank, jedoch gehe seiner Ansicht nach dieser Vorschlag nicht weit genug, und das bifa habe deshalb bereits Vorschläge zur Optimierung der Methodik eingereicht. Nach Einschätzung von bifa wird beim Weltbank-Vorschlag das Potenzial von Recyclingprojekten nicht ausgeschöpft. Die im bislang vorliegenden Entwurf angeführten THG-Einsparpotenziale müssen nach Meinung von bifa nach oben korrigiert werden, um den Erkenntnissen aus ökobilanziellen Betrachtungen besser Rechenschaft zu tragen. Dies würde die Attraktivität der Methodik anheben und wäre dann zur effektiven, weltweiten Förderung von Recyclingaktivitäten geeignet. Durch einen engen Dialog mit dem Klimasekretariat erhofft sich das bifa eine Lösung, die der Umwelt und der Recyclingwirtschaft gerecht wird.

26.2.2010
Studie: Energieeinsparpotenziale im Mittelstand mangels Kapital und Personal ungenutzt
Prognos hat im Auftrag der KfW Bankengruppe eine Studie zum Thema Energieeffizienz, welches bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hohe Aufmerksamkeit genießt, durchgeführt.

Etwa 50 % aller befragten Unternehmen halten das Thema für wichtig bis sehr wichtig. Rund zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen zudem Möglichkeiten, den Energieverbrauch in ihrem Betrieb zu reduzieren. Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie "Rolle und Bedeutung von Energieeffizienz und Energiedienstleistungen in KMU", die die KfW Bankengruppe in einer Unternehmensbefragung zur Ermittlung des gegenwärtigen Stellenwerts des Themas Energieeffizienz durchgeführt hat. An der Befragung haben rund 640 kleine und mittlere Unternehmen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, dem Handel und dem Dienstleistungssektor teilgenommen.

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Investitionen in Energieeffizienz im gewerblichen Bereich an Bedeutung zunehmen. Im Vergleich zu einer vorhergehenden Studie aus dem Jahre 2005 hat sich der Anteil der in Energieeffizienz investierenden Unternehmen auf gut 60 % verdoppelt. Größere und energieintensive Unternehmen zählen vergleichsweise häufig zu den KMU, die Investitionen mit energieeinsparender Wirkung umsetzen. Der Schwerpunkt der durchgeführten Energieeffizienzmaßnahmen liegt nach wie vor im Gebäudebereich. Knapp die Hälfte der Unternehmen gab an, in diesem Bereich Maßnahmen durchgeführt zu haben.

Trotz der vermehrten Investitionen in Energieeffizienz existieren weiterhin Hemmnisse für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen in KMU. Die Unternehmen geben unzureichende Finanzmittel zur Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen als größtes Hemmnis an. Dabei stehen die notwendigen Investitionen vielfach in Konkurrenz mit anderen Investitionen. Teilweise fehlt das für die Investitionen benötigte Kapital vollständig. Zusätzlich haben KMU vielfach nicht die personellen Kapazitäten, um Energieeinsparmaßnahmen zu identifizieren und umzusetzen. Gebremst werden die Investitionen zudem durch die aktuelle Wirtschaftskrise. Knapp zwei Drittel der Unternehmen, die aktuell Energieeffizienzmaßnahmen planen oder umsetzen, erklärten, dass sie aufgrund der Wirtschaftskrise Maßnahmen zurückgestellt oder in geringerem Umfang durchgeführt haben.

Die Unternehmensbefragung hat weiter gezeigt, dass bereits 46 % aller befragten KMU Energiedienstleistungen externer Anbieter in Anspruch genommen haben. Zu den am häufigsten genutzten Energiedienstleistungen gehören dabei die Energieberatung, die Energiebeschaffung und Tarifoptimierung sowie das Energiemanagement. Energie-Contracting spielt in KMU bislang eher eine untergeordnete Rolle.

26.2.2010
REWE Green Building – "Store of the year 2010"
Der Einzelhandel hat das REWE Green Building bei der Preisverleihung "Stores of the year 2010" am Dienstag, den 23. Februar, mit dem ersten Platz in der Kategorie "Food" ausgezeichnet.

Der über 1.800 Quadratmeter große Supermarkt wurde im November 2009 in Berlin eröffnet und ist CO2-neutral. Er verbraucht im Vergleich zu einem Standardbau nahezu 50 Prozent weniger Energie.

Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Deutschland (HDE), Stephan Genth, würdigte das REWE Green Building im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung auf dem Handelsimmobilienkongress in Berlin als innovativ und richtungweisend.

Es handelt sich dabei um ein nach modernsten Erkenntnissen gestalteten nachhaltigen Supermarkt: Die Heizungs-, Lüftungs-, Beleuchtungs-, Klima- und Kälteanlagen des Gebäudes belasten die Umwelt nicht mit CO2-Emissionen. Zu seinen weiteren Besonderheiten gehört eine Tageslichtarchitektur, die mit energiesparenden Bautechniken, bester Dämmung, nachhaltigen Materialien und dem Einsatz regenerativer Energien kombiniert wird.

Das REWE Green Building wurde am 4. Februar für eine weitere hochkarätige Auszeichnung nominiert: Es befindet sich unter den fünf Anwärtern für den von der EU-Kommission ausgelobten 'Sustainable Energy Europe Award 2010', der im Rahmen der Sustainable Energy Week der Europäischen Union am 23. März in Brüssel verliehen wird.

26.2.2010
Green IT auf der CeBIT
"Green IT - Future trends in applications" lautet das Motto der diesjährigen Fachkonferenz des Umweltbundesamtes auf der Computermesse CeBIT. Die ganztägige Veranstaltung, die am 3. März dieses Jahres stattfindet, bietet ein Forum für Entscheider und Fachleute aus IT-Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Auf Grundlage ausgewählter Vorträge können Interessierte Pionierlösungen von Green-IT-Anwendungen näher kennenlernen und mehr über die neuen technischen Entwicklungen erfahren.

Ziel der diesjährigen Green-IT-Konferenz des UBA ist es, den Wissenstransfer in diesem Handlungsfeld zu fördern. Die UBA-Fachkonferenz ist in zwei Teile aufgebaut:
"Green IT - paving the way for sustainable lifestyles" - die Vorträge aus Wissenschaft und Praxis dieses ersten Konferenzschwerpunktes sollen die Bedeutung von Green IT für den Aufbau und die Implementierung nachhaltiger Lebens- und Arbeitsstile in den Mittelpunkt rücken.
"Green IT beyond energy efficiency" - die Präsentationen des zweiten Schwerpunktes fokussieren auf die Bedeutung von Green IT jenseits der reinen Energieeffizienz.

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