Brandschutzhelfer

Ein Brand stellt für jedes Unternehmen eine ernste Gefährdung dar. Die Verantwortung für die Beschäftigten, die Sicherung des Unternehmens und die öffentliche Sicherheit erfordern eine angemessene Aufmerksamkeit für den Brandschutz. Zum betrieblichen Brandschutz gehören eine regelmäßige Unterweisung aller Beschäftigten und eine Ausbildung von Brandschutzhelfern. Der Arbeitgeber hat eine ausreichende Anzahl von Beschäftigten durch fachkundige Unterweisung und praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen vertraut zu machen und als Brandschutzhelfer zu benennen. Für Baustellen gilt diese Notwendigkeit nur für stationäre Baustelleneinrichtungen wie Baubüros, Unterkünfte, Werkstätten (siehe ASR A2.2 Abschnitt 7 (1))

Zum Ausbildungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie über das Verhalten im Brandfall.

Zum Ausbildungsinhalt gehören auch praktische Übungen im Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen.

Im Folgenden sind die wesentlichen Inhalte der Ausbildung stichwortartig aufgeführt.

Inhalte (Theorie):

  1. Grundzüge des Brandschutzes (Grundlagen der Verbrennung und der Vorgänge beim Löschen; häufige Brandursachen/ Brandbeispiele; betriebsspezifische Brandgefahren/ Zündquellen)
  2. Betriebliche Brandschutzorganisation (Brandschutzordnung des Betriebes nach DIN 14096; Alarmierungswege und - mittel; betriebsspezifische Brandschutzeinrichtungen; Sicherstellung des eigenen Fluchtweges; Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3)
  3. Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen (Brandklassen A,B,C,D und F; Wirkungsweise und Eignung von Löschmitteln; geeignete Feuerlöscheinrichtungen; Aufbau und Funktion der im Betrieb vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen; Einsatzbereiche und Einsatzregeln von Feuerlöscheinrichtungen und Wandhydranten)
  4. Gefahren durch Brände (Gefährdungen durch Rauch und Atemgifte; thermische Gefährdungen; mechanische Gefährdungen; besondere betriebliche Risiken)
  5. Verhalten im Brandfall (Alarmierung; Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen ohne Eigengefährdung; Sicherstellung der selbstständigen Flucht der Beschäftigten; ggf. besondere Aufgaben nach Brandschutzordnung Teil C; Löschen von brennenden Personen)

Inhalte (Praxis):

  • Handhabung und Funktion, Auslösemechanismen von Feuerlöscheinrichtungen
  • Löschtaktik und eigene Grenzen der Brandbekämpfung (z.B. Situationseinschätzung, Vorgehensweise)
  • realitätsnahe Übung mit Feuerlöscheinrichtungen, z.B. Simulationsgeräte und -anlagen mit entsprechenden Aufbausätzen
  • Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtungen erfahren
  • betriebsspezifische Besonderheiten (z.B. elektrische Anlagen, Metallbrände, Fettbrände)
  • Einweisen (vertraut machen) in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich
Ziel des Seminars: 

Ziel der Ausbildung sind der sichere Umgang mit und der Einsatz von Feuerlöscheinrichtungen zur Brandbekämpfung von Entstehtungsbränden ohne Eigengefährdung und zu Sicherstellung des selbstständigen Verlassens (Flucht) der Beschäftigten.
Richtiges Löschverhalten und richtiges Einschätzen von Fettbränden und Fettbrandexplosionen; von Monitorbrand; von Aerosoldosen-Explosionen; von Papierkorbbrand.

Termin(e)

Die Termine können individuell abgestimmt werden.
Voraussetzung: min. 10 Personen, max. 20 Personen

Teilnehmerzahl: 

mind. 10 Personen, max. 20 Personen

Gebühren: 

215 € pro Person bei 10-14 Teilnehmer zzgl. MwSt (1 Tag)
199 € pro Person bei 15-20 Teilnehmer zzgl. MwSt (1 Tag)
inkl. Mittagessen und Getränke; inkl. die Arbeitsmittel für die praktische Übung

Ort: 

GOR GmbH, Hauptstr. 37, 55234 Erbes-Büdesheim