Brandschutzhelfer

Ein Brand stellt für jedes Unternehmen eine ernste Gefährdung dar. Die Verantwortung für die Beschäftigten, die Sicherung des Unternehmens und die öffentliche Sicherheit erfordern eine angemessene Aufmerksamkeit für den Brandschutz. Zum betrieblichen Brandschutz gehören eine regelmäßige Unterweisung aller Beschäftigten und eine Ausbildung von Brandschutzhelfern. Diese Notwendigkeit ergibt sich aus den rechtlichen Grundlagen vor allem der DGUV V1 „Grundsätze der Prävention“ §22 Abs. 2 „Notfallmaßnahmen“.

Zum Ausbildungsinhalt gehören neben den Grundzügen des vorbeugenden Brandschutzes Kenntnisse über die betriebliche Brandschutzorganisation, die Funktions- und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen, die Gefahren durch Brände sowie das richtige Verhalten im Brandfall. In praktischen Übungen, wird der Umgang mit Feuerlöscheinrichtungen gemäß der DGUV Information 205-023 geübt.

Im Folgenden sind die wesentlichen Inhalte der Ausbildung stichwortartig aufgeführt.

Inhalte (Theorie):

  1. Grundzüge des Brandschutzes (Grundlagen der Verbrennung und der Vorgänge beim Löschen; häufige Brandursachen/ Brandbeispiele; betriebsspezifische Brandgefahren/ Zündquellen)
  2. Betriebliche Brandschutzorganisation (Brandschutzordnung des Betriebes nach DIN 14096; Alarmierungswege und - mittel; betriebsspezifische Brandschutzeinrichtungen; Sicherstellung des eigenen Fluchtweges; Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3)
  3. Funktion und Wirkungsweise von Feuerlöscheinrichtungen (Brandklassen A,B,C,D und F; Wirkungsweise und Eignung von Löschmitteln; geeignete Feuerlöscheinrichtungen; Aufbau und Funktion der im Betrieb vorhandenen Feuerlöscheinrichtungen; Einsatzbereiche und Einsatzregeln von Feuerlöscheinrichtungen und Wandhydranten)
  4. Gefahren durch Brände (Gefährdungen durch Rauch und Atemgifte; thermische Gefährdungen; mechanische Gefährdungen; besondere betriebliche Risiken)
  5. Verhalten im Brandfall (Alarmierung; Bedienung der Feuerlöscheinrichtungen ohne Eigengefährdung; Sicherstellung der selbstständigen Flucht der Beschäftigten; ggf. besondere Aufgaben nach Brandschutzordnung Teil C; Löschen von brennenden Personen)

Inhalte (Praxis):

  • Handhabung und Funktion, Auslösemechanismen von Feuerlöscheinrichtungen
  • Löschtaktik und eigene Grenzen der Brandbekämpfung (z.B. Situationseinschätzung, Vorgehensweise)
  • realitätsnahe Übung mit Feuerlöscheinrichtungen, z.B. Simulationsgeräte und -anlagen mit entsprechenden Aufbausätzen
  • Wirkungsweise und Leistungsfähigkeit der Feuerlöscheinrichtungen erfahren
  • betriebsspezifische Besonderheiten (z.B. elektrische Anlagen, Metallbrände, Fettbrände)
  • Einweisen (vertraut machen) in den betrieblichen Zuständigkeitsbereich
Ziel des Seminars: 

Ziel der Ausbildung ist der sichere Umgang und Einsatz von Feuerlöscheinrichtungen zur Bekämpfung von Entstehungsbränden ohne Eigengefährdung und zur Sicherstellung des selbstständigen Verlassens (Flucht) der Beschäftigten. Durch die Beauftragung dieser Personen kommen Sie als Arbeitgeber auch Ihrer rechtlichen Verpflichtung gemäß §10 Abs. 2 „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“ des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) und der ASR A2.2 „Maßnahmen gegen Brände“ Abschnitt 6.2 „Brandschutzhelfer“ nach.
Richtiges Löschverhalten und richtiges Einschätzen von Fettbränden und Fettbrandexplosionen; von Monitorbrand; von Aerosoldosen-Explosionen; von Papierkorbbrand.

Termin(e)

Die Termine können individuell abgestimmt werden.
Voraussetzung: min. 10 Personen, max. 20 Personen

24.08.2018, 9-17 Uhr

14.09.2018, 9-17 Uhr (ausgebucht, keine Plätze mehr frei)

19.10.2018, 9-17 Uhr (noch Plätze frei)

09.11.2018, 9-17 Uhr (noch Plätze frei)

Teilnehmerzahl: 

mind. 10 Personen, max. 20 Personen

Gebühren: 

225 € pro Person zzgl. MwSt (1 Tag)
inkl. der Arbeitsmittel und Getränke
Gerne unterbreiten wir Ihnen ein individuelles Angebot für eine Vor-Ort-Ausbildung oder bei Anmeldung mehrerer Personen für Ihr Unternehmen.

Ort: 

GOR GmbH, Hauptstr. 37, 55234 Erbes-Büdesheim